Künstlerische Darstellung des Gefäßsystems

Was ist eine ANCA-assoziierte Vaskulitis (AAV)?

Zur Gruppe der AAV zählen Autoimmunkrankheiten, von denen circa 150 pro 1 Millionen Einwohner in Europa betroffen sind.1–4 Ärzte sprechen auch von einer ANCA-assoziierten Vaskulitis, einer Granulomatose mit Polyangiitis (GPA), einer mikroskopischen Polyangiitis (MPA), einer eosinophilen Granulomatose mit Polyangiitis EGPA) oder dem Churg-Strauss-Syndrom, wenn sie die AAV meinen.1,5

Die Website wurde gemeinsam mit Patientenverbänden, AAV-Patienten und deren Pflegekräften in ganz Europa zusammengestellt, damit Sie hier Inhalte finden, die Ihnen wirklich weiterhelfen. Diese Website richtet sich an Personen, die mit einer AAV leben, doch die Vaskulitis tritt noch in zahllosen weiteren Formen auf. Wenn Sie unter einer anderen Art der Vaskulitis leiden, möchten wir Sie an die örtlichen Patientenverbände verweisen.

Eine Vaskulitis ist eine Entzündung der Blutgefäße.2 AAV wirkt sich auf die kleinen Blutgefäße im ganzen Körper aus und führt zu Entzündungen und Schädigungen von Organen wie Nieren, Lunge, HNO (Hals, Nase, Ohren), Haut, Nervensystem, Gastrointestinaltrakt, Augen und Herz.4

AAV ist in aller Regel eine Langzeiterkrankung, die trotz Behandlung kommt und geht. Es gibt also Zeiten, in denen die Erkrankung kontrolliert ist und Sie sich wohlfühlen (dies nennt man Remission), in anderen Zeiten kommen dagegen Ihre Symptome zurück, und Sie brauchen zusätzliche Hilfe (Rezidiv oder Schub).6–8

AAV tritt sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Menschen auf, jedoch nur sehr selten bei Kindern und Jugendlichen.

Bei Männern tritt diese Erkrankung geringfügig häufiger auf als bei Frauen.1,9

Entdecken Sie nützliche Tipps für den Alltag, die dazu beitragen können, Ihre Erkrankung im Griff zu halten

Klaus - GPA, Deutschland

AAV GPA-Patient, Klaus

Was sind Autoimmunerkrankungen?

Autoimmunerkrankungen treten auf, wenn das Immunsystem, das den Körper normalerweise mithilfe von Antikörpern gegen Infektionen verteidigt, überaktiv wird und Autoantikörper bildet. Diese Autoantikörper greifen "gute", gesunde Zellen an, sodass eine Entzündung entsteht.1

Das Immunsystem bildet Antikörper, die Infektionen bekämpfen. Diese Antikörper sind sozusagen die Wächter des Immunsystems – sie zielen auf bestimmte Dinge ab, die der Körper als körperfremd betrachtet (z. B. Bakterien oder Krankheitserreger), und das Immunsystem greift sie dann an. Dies passiert auch nach einer Impfung (z. B. gegen Grippe oder Masern): Der Körper entwickelt Antikörper, die im Fall der Fälle genau diese Infektion sofort aufhalten, bevor sie sich voll entfalten kann.1

Bei Personen mit Autoimmunerkrankungen entsteht ein Antikörper gegen einen bestimmten Teil ihrer eigenen Zellen (ein Protein). Diese Antikörper werden als Autoantikörper bezeichnet. An den verschiedenen Autoimmunerkrankungen sind verschiedene Arten von Autoantikörpern beteiligt.1

Bei AAV entsteht der Autoantikörper ANCA, der sich gegen ein Protein in Neutrophilen richtet (eine Form der weißen Blutkörperchen). ANCA ist die englische Kurzform für antineutrophile zytoplasmatische Antikörper.2

ANCA heftet sich an Neutrophile an und aktiviert sie, sodass eine Entzündung entsteht. Und genau das soll eben nicht passieren – der Entzündungsprozess soll Infektionen bekämpfen und nicht auf diese Weise eingeleitet werden.2,3

Die Neutrophilen aktivieren dann das Komplementsystem (eine Reihe von Proteinen, die miteinander interagieren). Wenn das Protein C5a im Komplementsystem aktiviert wird, zieht dieses Protein weitere Neutrophilen zur Entzündungsstelle und bereitet sie auf ihre Aktivierung vor.2,3

Die Neutrophilen haften an den Wänden der Blutgefäße, durchdringen diese und setzen eine Reihe von Proteinen frei. Die Proteine sollen normalerweise Infektionen bekämpfen, doch unter diesen Umständen verursachen sie eine Entzündung in und an der Gefäßwand.2,3 So entsteht ein Entzündungskreislauf, der von den Neutrophilen und dem Komplementsystem angetrieben wird und die Blutgefäße schädigt. Im Lauf der Zeit bekommen die Prozesse des Immunsystems die Entzündung in den Griff, doch das betroffene Gewebe ist vernarbt, da seine Blutversorgung beeinträchtigt war.2,3

Was verursacht eine ANCA-assoziierte Vaskulitis (AAV), und wie wird meine Erkrankung fortschreiten?

Rina - MPA-Patientin, Niederlande

Die eigentlichen Ursachen der AAV sind bislang noch unklar, doch es wird angenommen, dass verschiedene Faktoren die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an AAV zu erkranken, beispielsweise:1,2

 

Mikrobielle Infektion

Eine Art von Infektion, die durch kleine ("mikro") Organismen wie Bakterien hervorgerufen wird und häufig als Auslöser gilt

 

Genetik

Physische und Verhaltensmerkmale (u. a. Erkrankungen), die durch die Eltern vererbt werden

 

Umweltbedingungen

Beispielsweise kann der Kontakt mit verschiedenen Chemikalien und Baustoffen auslösend sein

 

Medikamente

Anwendung bestimmter Medikamente oder Genuss bestimmter Drogen


AAV kann als progressive Erkrankung verlaufen, was bedeutet, dass die Schädigung im Lauf der Zeit immer schwerer wird.1,3

Dieser Fall tritt ein, wenn die Erkrankung aktiv ist oder Sie ein Rezidiv durchlaufen.4 Unter Umständen tritt auch ein Erkrankungsschub ein, bei dem Ihre Symptome sich plötzlich für kurze Zeit verschlechtern. Wenn sich die Erkrankung in kompletter Remission befindet (es liegt keine Krankheitsaktivität vor), tritt keine Schädigung ein.5

Dieser Fall tritt ein, wenn die Erkrankung aktiv ist oder Sie ein Rezidiv durchlaufen.4 Unter Umständen tritt auch ein Erkrankungsschub ein, bei dem Ihre Symptome sich plötzlich für kurze Zeit verschlechtern. Wenn sich die Erkrankung in kompletter Remission befindet (es liegt keine Krankheitsaktivität vor), tritt keine Schädigung ein.5

Rina - MPA-Patientin, Niederlande

AAV ist eine variable, nur schwer vorhersagbare Erkrankung; der individuelle Krankheitsverlauf ist daher von Patient zu Patient anders.6

Beispiele für den möglichen Verlauf:

 

Sie durchlaufen eine Episode, gehen dann in Remission und bleiben dort dauerhaft

 

Ihre Symptome flammen immer wieder auf und klingen dann wieder ab, sodass Sie laufend Medikamente benötigen

 

Sie durchlaufen Zeiten mit moderaten Symptomen und auch lange krankheitsfreie Zeiträume bei fortlaufender Medikation

 

Kurze Phasen mit schweren Symptomen wechseln sich mit langen krankheitsfreien Zeiträumen mit Medikation ab

 

Erfahren Sie, wie Ihre AAV abhängig
von Ihren Symptomen behandelt wird

 

Lunge - gezeichnet von S. Perera, Künstlerin, Rheumatologin, Vasculitis-Patientin

Welche Arten von AAV gibt es?

Martina - MPA-Patientin, Deutschland

Welche Arten von AAV gibt es?

Hier finden Sie Informationen zu den drei Hauptformen der AAV. Bitte denken Sie jedoch daran, dass nicht immer klar bestimmt werden kann, an welcher Form Sie tatsächlich leiden, da manchmal Merkmale mehrerer Formen gleichzeitig auftreten:

Granulomatose mit Polyangiitis (GPA)
ehemals Morbus Wegener

Wenn Sie an GPA leiden, binden Ihre Autoantikörper in der Regel an PR3. Das Wort "Granulomatose" beschreibt die kleinen, knötchenförmigen Zellansammlungen, die sich in den Atemwegen von GPA-Patienten häufig bilden. Polyangiitis bedeutet, dass gleich mehrere Blutgefäße entzündet sind.1,2

Eine GPA beginnt in der Regel in der Nase, den Ohren, den Augen oder im Mund. Ein häufiges Anzeichen dieser Erkrankung ist eine chronisch verstopfte Nase zusammen mit Blutverkrustungen an den Nasenlöchern. Außerdem sind Augenrötungen, Mittelohrentzündungen (eine sogenannte Otitis media) und plötzlicher Hörverlust (akuter Hörsturz) als häufige Symptome zu nennen. Die GPA kann auch Lunge und Nieren betreffen.1,3

Mikroskopische Polyangiitis (MPA)

Wenn Sie an MPA leiden, binden Ihre Autoantikörper in der Regel an MPO. Bei einer MPA tritt die Entzündung in den kleinen Blutgefäßen zahlreicher Organe auf. Häufige Symptome sind blutiger Husten, rötlicher Hautausschlag (Purpura) und Gelenkschmerzen.1,2

Die Nieren sind bei einer MPA häufig betroffen, die Nase und die Nasennebenhöhlen dagegen (im Gegensatz zu einer GPA) weniger häufig. Manchmal ist die MPA nur auf die Nieren beschränkt.1,3

Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA)
ehemals Churg-Strauss-Syndrom

Personen mit EGPA haben ebenso wie GPA-Patienten häufig Granulomatose, und ihre Lunge und/oder die Nasennebenhöhlen sind häufig betroffen.. Zusätzlich leiden sie oft an Asthma, bevor die EGPA einsetzt, und im Blut sind größere Mengen an Eosinophilen nachweisbar, einer bestimmten Form der weißen Blutkörperchen.4

Granulomatose mit Polyangiitis (GPA)
ehemals Morbus Wegener

Mikroskopische Polyangiitis (MPA)

Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA)
ehemals Churg-Strauss-Syndrom

Wenn Sie an GPA leiden, binden Ihre Autoantikörper in der Regel an PR3. Das Wort "Granulomatose" beschreibt die kleinen, knötchenförmigen Zellansammlungen, die sich in den Atemwegen von GPA-Patienten häufig bilden. Polyangiitis bedeutet, dass gleich mehrere Blutgefäße entzündet sind.1,2

Eine GPA beginnt in der Regel in der Nase, den Ohren, den Augen oder im Mund. Ein häufiges Anzeichen dieser Erkrankung ist eine chronisch verstopfte Nase zusammen mit Blutverkrustungen an den Nasenlöchern. Außerdem sind Augenrötungen, Mittelohrentzündungen (eine sogenannte Otitis media) und plötzlicher Hörverlust (akuter Hörsturz) als häufige Symptome zu nennen. Die GPA kann auch Lunge und Nieren betreffen.1,3

Martina - MPA-Patientin, Deutschland

Was sind die Anzeichen und Symptome von AAV?

Catherine - EGPA, UK

Was sind die Anzeichen und Symptome von AAV?

AAV kann in allen Bereichen des Körpers auftreten, da die kleinen Blutkörperchen, auf die sich diese Erkrankung auswirkt, im ganzen Körper vorkommen. Verschiedene Menschen sind unterschiedlich betroffen und zeigen in aller Regel unterschiedliche Symptome, je nachdem, welches Organ beteiligt ist.1 AAV wirkt sich auf die Blutgefäße in verschiedenen Körperbereichen aus, z. B. Lunge, Nieren, Nervensystem, Gastrointestinaltrakt, Haut, Augen und Herz.2

Symptome

Sonstige wichtige Symptome, die häufig bei Personen mit AAV auftreten:3

Erschöpfung
Fieber
Gewichtsverlust
Schmerzen

Ein großer Teil dieser Symptome ist auch mit anderen Erkrankungen verbunden. Aus diesem Grund kann es lange dauern, bis die richtige Diagnose AAV gestellt wird.3

 

 

Catherine - EGPA, UK

Auf welche Anzeichen einer ANCA-assoziierten Vaskulitis (AAV) sollte ich achten?

Nieren

Lunge

Nase

Augen

Ohren

Nerven

Haut

Herz

Verdauungssystem



Abbildung der Nieren

Nieren

  • Blut im Urin

Die Nieren gehören zu den am häufigsten betroffenen Organen bei Personen mit AAV.1 Die Symptome umfassen Entzündung, Anschwellen und (manchmal) Aufplatzen von Glomeruli, also der winzigen Blutgefäße in den Nieren.2 Jeder Mensch hat Millionen Glomeruli; die Leistungsfähigkeit Ihrer Nieren ist also nicht beeinträchtigt, wenn nur wenige Glomeruli geschädigt werden. Setzt sich diese Schädigung jedoch über längere Zeit fort, kann die Gesamtleistung der Nieren zurückgehen. Wenn Ihr Arzt vermutet, dass sich eine AAV auf Ihre Nieren auswirkt, wird dieser Verdacht mithilfe bestimmter Untersuchungen wie Bluttests, Urintests oder Biopsien geklärt.

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Lunge

  • Atemnot/Kurzatmigkeit

  • Husten

Mehr als der Hälfte aller Personen mit AAV zeigt früher oder später Symptome in der Lunge,1 die leicht bis schwer ausgeprägt sind und sich im Lauf der Zeit verändern können. Diese Symptome, beispielsweise Atemnot,2 können durchaus beängstigend wirken. Ihr Arzt kann jedoch Ihre Symptome untersuchen und entsprechende Medikamente verordnen. Symptome in der Lunge werden mithilfe einer Biopsie oder durch Röntgen untersucht, wenn sie Anlass zur Sorge geben.

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Nase

  • Schmerzen / Druckgefühl / Verstopfung / Infektionen in den Nasennebenhöhlen

  • Nasenbluten (Verkrustungen)

Symptome an Ohren, Nase und Hals treten bei bis zu 3 von 10 Personen mit MPA auf, bei Personen mit EGPA und GPA jedoch noch häufiger.1

Leichte AAV-Symptome der Nase ähneln häufig einer Erkältung, beispielsweise Nasenlaufen. Unter Umständen können jedoch auch andere Symptome wie Nasenbluten, "Verkrustungen" der Nase, Geschwüre in der Nase oder (in schwereren Fällen) eine sogenannte "Sattelnase" auftreten, bei der ein Teil der Nase einsinkt und die ggf. operativ behandelt werden muss.2,3 Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, erklärt Ihnen Ihr Arzt, wie Sie diese am besten in den Griff bekommen.

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Augen

  • Gerötete, gereizte Augen

  • Verschwommenes Sehen

AAV kann sich unterschiedlich auf die Augen auswirken. Bei einigen Personen treten nur leichte Entzündungen auf, bei anderen dagegen schwerere Symptome.

Gerötete und gereizte oder schmerzende Augen gehören zu den häufigsten Symptomen, und in einigen Fällen sind die Personen lichtempfindlicher.1 Schwerere Entzündungen können langfristig das Sehvermögen beeinträchtigen, wenn sie nicht behandelt werden. Sprechen Sie also bitte mit Ihrem Arzt, wenn Sie Veränderungen an Ihren Augen oder Ihrer Sehkraft bemerken. Auch eine jährliche gründliche Augenuntersuchung beim Augenarzt ist wichtig.

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Ohren

  • Hörverlust

Die Ohren sind eng mit der Nase und dem Hals verbunden. Wenn Sie also Symptome in den Ohren bemerken, liegen oft auch weitere Symptome in der Nase und im Hals vor (z. B. Nasenbluten oder Heiserkeit). Symptome an Ohren, Nase und Hals treten bei bis zu 3 von 10 Personen mit MPA auf, bei Personen mit EGPA und GPA jedoch noch häufiger.1

AAV kann Symptome in bestimmten Bereichen des Ohrs verursachen oder auch im Ohr allgemein. Eine mögliche Auswirkung der Erkrankung auf Ihre Ohren ist von mehreren Faktoren abhängig, u. a. von der Form Ihrer AAV. Wenn Sie an GPA oder EGPA leiden, können verschiedene Symptome (u. a. Hörverlust, Infektion und Ohrenschmerzen) unterschiedlich stark in einem oder beiden Ohren auftreten.2 Wenn Sie an MPA leiden, kann ein sensorineuraler Hörverlust entstehen, bei dem Sie leisere Töne schlechter hören und die Klangqualität im Ganzen eingeschränkt ist. Die Behandlung Ihres Hörverlusts ist abhängig von der Art Ihrer Symptome. Ihr Arzt bespricht die geeigneten Behandlungsmöglichkeiten mit Ihnen.

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Nerven

  • Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Schwäche (periphere Neuropathie)

Eine AAV-Entzündung mit Schädigung der peripheren Nerven (befinden sich in den Händen, Füßen, Armen und Beinen) tritt am häufigsten bei Personen mit EGPA auf, ist jedoch auch bei Personen mit GPA und MPA möglich.1 Die Betroffenen verspüren ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln, oder sie frieren. Wenn die Schädigung voranschreitet, kann es zu einer Fallhand (die Hand kann nicht aus dem Handgelenk gehoben werden) oder einem Hängefuß kommen (der Fuß kann nicht aus dem Knöchel nach oben gehoben werden). In seltenen Fällen kann Muskelschwund eintreten, bei dem die Betroffenen nicht mehr fest greifen können.2

Wenn Sie ein Taubheitsgefühl oder andere Symptome bemerken, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, der dann mit verschiedenen Tests die elektrische Aktivität Ihrer Muskeln untersucht, z. B. mit einem EMG (Elektromyographie), und damit eine mögliche Nervenschädigung feststellt.

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Haut

  • Ausschlag und wunde Stellen

AAV-Symptome der Haut wie Ausschläge und wunde Stellen treten sehr häufig auf.1,2 In der Regel sind diese Symptome auf die Beine und Füße beschränkt, doch auch andere Körperteile können betroffen sein. Einige Personen bemerken Bläschen und kleine rötliche Beulen auf der Haut,2 die meist nicht schmerzhaft sind, jedoch oft als ästhetisch störend empfunden werden. Wenn Sie Hilfe benötigen, um die physischen oder emotionalen Auswirkungen der AAV auf Ihre Haut zu bewältigen, informiert Ihr Arzt Sie gerne über die Behandlungs- und Unterstützungsangebote.

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Herz

  • Ungewöhnlich hoher Blutdruck (Hypertonie)

AAV-Symptome des Herzens sind selten, doch unter Umständen bemerken Sie einen erhöhten Blutdruck.1 Wenn Sie einen Pulsmesser tragen (z.B. eine Pulsuhr), mit dem Ihre Herzfrequenz im Tagesverlauf gemessen wird, kann dieses Gerät die Veränderungen dokumentieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Veränderungen bemerken. Denken Sie bitte daran, dass Ihre Herzfrequenz sich aus verschiedenen Gründen verändern kann, z. B. bei größerem Stress oder bei schlechtem Schlaf. Ihr Arzt untersucht Ihre Herzfrequenz (ggf. per EKG) und bespricht mit Ihnen, wie Sie Ihren Blutdruck kontrollieren können.

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Verdauungssystem

  • Durchfall

  • Unterleibsschmerzen

Die Entzündung kann Symptome des Magens hervorrufen, beispielsweise Durchfall und Unterleibsschmerzen.1 Diese Symptome treten allerdings auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen auf, weshalb es oft schwierig ist, den Zusammenhang mit einer AAV festzustellen. Wenn Sie diese Symptome bemerken, kann Ihr Arzt Ihr Verdauungssystem mit einem bildgebenden Verfahren (z. B. CT-Scan) auf entzündungsbedingte Schädigungen untersuchen.

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

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Nieren

  • Blut im Urin

Abbildung der Nieren

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Die Nieren gehören zu den am häufigsten betroffenen Organen bei Personen mit AAV.1 Die Symptome umfassen Entzündung, Anschwellen und (manchmal) Aufplatzen von Glomeruli, also der winzigen Blutgefäße in den Nieren.2 Jeder Mensch hat Millionen Glomeruli; die Leistungsfähigkeit Ihrer Nieren ist also nicht beeinträchtigt, wenn nur wenige Glomeruli geschädigt werden. Setzt sich diese Schädigung jedoch über längere Zeit fort, kann die Gesamtleistung der Nieren zurückgehen. Wenn Ihr Arzt vermutet, dass sich eine AAV auf Ihre Nieren auswirkt, wird dieser Verdacht mithilfe bestimmter Untersuchungen wie Bluttests, Urintests oder Biopsien geklärt.

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Lunge

  • Atemnot/Kurzatmigkeit

  • Husten

Abbildung der Lunge

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Mehr als der Hälfte aller Personen mit AAV zeigt früher oder später Symptome in der Lunge,1 die leicht bis schwer ausgeprägt sind und sich im Lauf der Zeit verändern können. Diese Symptome, beispielsweise Atemnot,2 können durchaus beängstigend wirken. Ihr Arzt kann jedoch Ihre Symptome untersuchen und entsprechende Medikamente verordnen. Symptome in der Lunge werden mithilfe einer Biopsie oder durch Röntgen untersucht, wenn sie Anlass zur Sorge geben.

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Nase

  • Schmerzen / Druckgefühl / Verstopfung / Infektionen in den Nasennebenhöhlen

  • Nasenbluten (Verkrustungen)

Abbildung der Nase

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Symptome an Ohren, Nase und Hals treten bei bis zu 3 von 10 Personen mit MPA auf, bei Personen mit EGPA und GPA jedoch noch häufiger.1

Leichte AAV-Symptome der Nase ähneln häufig einer Erkältung, beispielsweise Nasenlaufen. Unter Umständen können jedoch auch andere Symptome wie Nasenbluten, "Verkrustungen" der Nase, Geschwüre in der Nase oder (in schwereren Fällen) eine sogenannte "Sattelnase" auftreten, bei der ein Teil der Nase einsinkt und die ggf. operativ behandelt werden muss.2,3 Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, erklärt Ihnen Ihr Arzt, wie Sie diese am besten in den Griff bekommen.

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Augen

  • Gerötete, gereizte Augen

  • Verschwommenes Sehen

Abbildung der Augen

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

AAV kann sich unterschiedlich auf die Augen auswirken. Bei einigen Personen treten nur leichte Entzündungen auf, bei anderen dagegen schwerere Symptome.

Gerötete und gereizte oder schmerzende Augen gehören zu den häufigsten Symptomen, und in einigen Fällen sind die Personen lichtempfindlicher.1 Schwerere Entzündungen können langfristig das Sehvermögen beeinträchtigen, wenn sie nicht behandelt werden. Sprechen Sie also bitte mit Ihrem Arzt, wenn Sie Veränderungen an Ihren Augen oder Ihrer Sehkraft bemerken. Auch eine jährliche gründliche Augenuntersuchung beim Augenarzt ist wichtig.

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Ohren

  • Hörverlust

Abbildung der Ohren

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Die Ohren sind eng mit der Nase und dem Hals verbunden. Wenn Sie also Symptome in den Ohren bemerken, liegen oft auch weitere Symptome in der Nase und im Hals vor (z. B. Nasenbluten oder Heiserkeit). Symptome an Ohren, Nase und Hals treten bei bis zu 3 von 10 Personen mit MPA auf, bei Personen mit EGPA und GPA jedoch noch häufiger.1

AAV kann Symptome in bestimmten Bereichen des Ohrs verursachen oder auch im Ohr allgemein. Eine mögliche Auswirkung der Erkrankung auf Ihre Ohren ist von mehreren Faktoren abhängig, u. a. von der Form Ihrer AAV. Wenn Sie an GPA oder EGPA leiden, können verschiedene Symptome (u. a. Hörverlust, Infektion und Ohrenschmerzen) unterschiedlich stark in einem oder beiden Ohren auftreten.2 Wenn Sie an MPA leiden, kann ein sensorineuraler Hörverlust entstehen, bei dem Sie leisere Töne schlechter hören und die Klangqualität im Ganzen eingeschränkt ist. Die Behandlung Ihres Hörverlusts ist abhängig von der Art Ihrer Symptome. Ihr Arzt bespricht die geeigneten Behandlungsmöglichkeiten mit Ihnen.

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Nerven

  • Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Schwäche (periphere Neuropathie)

Abbildung der Nerven

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Eine AAV-Entzündung mit Schädigung der peripheren Nerven (befinden sich in den Händen, Füßen, Armen und Beinen) tritt am häufigsten bei Personen mit EGPA auf, ist jedoch auch bei Personen mit GPA und MPA möglich.1 Die Betroffenen verspüren ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln, oder sie frieren. Wenn die Schädigung voranschreitet, kann es zu einer Fallhand (die Hand kann nicht aus dem Handgelenk gehoben werden) oder einem Hängefuß kommen (der Fuß kann nicht aus dem Knöchel nach oben gehoben werden). In seltenen Fällen kann Muskelschwund eintreten, bei dem die Betroffenen nicht mehr fest greifen können.2

Wenn Sie ein Taubheitsgefühl oder andere Symptome bemerken, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, der dann mit verschiedenen Tests die elektrische Aktivität Ihrer Muskeln untersucht, z. B. mit einem EMG (Elektromyographie), und damit eine mögliche Nervenschädigung feststellt.

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Haut

  • Ausschlag und wunde Stellen

Abbildung der Haut

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

AAV-Symptome der Haut wie Ausschläge und wunde Stellen treten sehr häufig auf.1,2 In der Regel sind diese Symptome auf die Beine und Füße beschränkt, doch auch andere Körperteile können betroffen sein. Einige Personen bemerken Bläschen und kleine rötliche Beulen auf der Haut,2 die meist nicht schmerzhaft sind, jedoch oft als ästhetisch störend empfunden werden. Wenn Sie Hilfe benötigen, um die physischen oder emotionalen Auswirkungen der AAV auf Ihre Haut zu bewältigen, informiert Ihr Arzt Sie gerne über die Behandlungs- und Unterstützungsangebote.

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Herz

  • Ungewöhnlich hoher Blutdruck (Hypertonie)

Abbildung des Herzens

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

AAV-Symptome des Herzens sind selten, doch unter Umständen bemerken Sie einen erhöhten Blutdruck.1 Wenn Sie einen Pulsmesser tragen (z.B. eine Pulsuhr), mit dem Ihre Herzfrequenz im Tagesverlauf gemessen wird, kann dieses Gerät die Veränderungen dokumentieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Veränderungen bemerken. Denken Sie bitte daran, dass Ihre Herzfrequenz sich aus verschiedenen Gründen verändern kann, z. B. bei größerem Stress oder bei schlechtem Schlaf. Ihr Arzt untersucht Ihre Herzfrequenz (ggf. per EKG) und bespricht mit Ihnen, wie Sie Ihren Blutdruck kontrollieren können.

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Verdauungssystem

  • Durchfall

  • Unterleibsschmerzen

Abbildung des Verdauungssystems

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm die Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Sie diese Symptome in den Griff bekommen können.

Die Entzündung kann Symptome des Magens hervorrufen, beispielsweise Durchfall und Unterleibsschmerzen.1 Diese Symptome treten allerdings auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen auf, weshalb es oft schwierig ist, den Zusammenhang mit einer AAV festzustellen. Wenn Sie diese Symptome bemerken, kann Ihr Arzt Ihr Verdauungssystem mit einem bildgebenden Verfahren (z. B. CT-Scan) auf entzündungsbedingte Schädigungen untersuchen.

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